Nahrungsplus
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OT: Essen in Deutschland – ProSiebenSat.1 und RTL akzeptieren Milli…

> Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.
Ja auch, aber die Erziehung (Beispiel der Eltern) und äußere Umstände
wie Werbung oder Gruppenzwang haben auch erhebliche Bedeutung in der
Methodik das Individuum von seiner eigenen Entwicklung abzuhalten :(
Tausend Jahre Kulturgeschichte führten zum kultivierten Essen mit
Messer und Gabel und der ganzen Etikette darumherum (Siehe Frankreich
mit seiner Lebenskunst des Savoire Vivre), ein paar Jahre
Wirtschaftsfaschismus und man ‘frißt’ wieder mit den Händen :(
Das Essen als zelebrieren des Lebens verschwindet zugunsten von
‘schnell Satt werden’ , also wie in der Steinzeit :(
Das Perverse daran auch, Konzerne verkürzen die Mittagspausen immer
mehr und fördern Schichtarbeit, belohnen aber gesundes Leben und
gesunde Ernährung ihrer Mitarbeiter mit Boni, paßt das zusammen?
Wohl Kaum, da geht es wieder mal um Gewinnoptimierung zu Ungunsten
der Arbeitnehmer.
> Hat er sich mal dran
> gewöhnt, jeden Tag seine 3-400g Fleisch zu 1,99/kg zu konsumieren,
> fährt er diesen Verbrauch nicht runter, um sich hochwertigeres
> Fleisch leisten zu können. Von daher wird sich leider nicht viel
> ändern.
Doch umso mehr der Verbraucher ein Depp wird, umso mehr wird er
ausgeschlachtet, noch sind unsere Lebensmittelpreise sehr moderat,
aber vermutlich wird es bald wie im Japan sein, das ein DVD Player
wessentlich günstiger ist als ein Mittagessen mit Qualität.
Seit Jahren weise ich darauf hin das wir die Arbeit und die
Berufstände der Bauern, Bäcker und Metzger nicht minder schätzen
sollten und ihnen auch ein entsprechende Entlohnung zugestehen
sollten, denn sonst wird die ‘zwei Klassen’ Gesellschaft noch
deutlicher, Die die sich gesunde Lebensmittel leisten können und Die
die den Abfall der Chemiekonzerne freßen.
Gesunde qualitativ hochwertige Ernährung sieht man den Menschen nicht
so an wie das teure Nootebook, dem Boss Anzug, das Spitzenhandy oder
den Luxuswagen, nur in den Altersheimen sind halt mehr ganz Alte die
Wert auf qualitative Ernährung legten als Solche denen der Benz vor
der Tür wichtiger war als ihre Ernährung.
Aber Vorteile hat das auch, frißt man täglich seinen
Döner/Pizza/Hamburger braucht man sich um seine Altersversorgung
keine so großen Sorgen zu machen :)
In Amerika gab es mal eine Studie die behauptete das der Anteil am
chemischen Zusätzen in Fertigerichten/Junk Food jährlich so steigt
das es für einen entsprechender Esser etwa 1 Kilo mehr an chemischen
Zusätzen pro Jahr ausmacht.
Gut für die Junk Food Industrie wenn man viele Opfer dem Rauchen
zuschieben kann, das mindert die zu erwartenden Ansprüche von
Geschädigten (vor allem in den USA).
Oder warum unterstützen gerade Fast Food Ketten die Anti-Raucher
Kampagnen? Das ist für die doch Optimal, Raucher wollen nach dem
Essen ihre Zigarette paffen und sind eher gesellig also bleiben noch
länger sitzen und unterhalten sich mit Anderen, das ist
wirtschaftlich gesehen schlimm, den so werden wichtige
Quadratzentimeter Nutzraum belegt, die sollen gefälligst ihr Essen
runterwürgen und dann sofort verschwinden, nachdem sie ihre
Essensreste selbst aufgeräumt haben.
Früher hieß es dafür wäre solche ‘Gastronomie’ auch entsprechend
Günstig, aber das gilt auch nicht mehr, für einmal richtig Satt
werden zahlt man (zumindest in Bayern) mindestens ebensoviel wie in
einer normalen Gaststätte für ein gutes Mahl mit Service und
angenehmen Anbiente, egal ob bayrische Küche oder Ausländische.
> Die Doppelmoral ist leider der zweitgrößte Freund des Menschen, nach
> der Gewohnheit. Wobei Doppelmoral nicht ganz zutreffend ist. Dies
> würde schließlich voraussetzen, dass sich die Leute bei ihrem Handeln
> etwas denken.
Da hat sich vermutlich der Schwerpunkt des Denkens geändert? Früher
dachte man an sein leibliches Wohl und das Umfeld in dem man sich
ernährte, Heute denkt man vermutlich mehr an die Aktien und wie man
ohne Arbeit mehr aus ‘seinem’ Geld macht, als daran dass das Leben
mehr ist als nur Geld häufen.
Kultur ist die Erkentnis von Umständen die nicht einfach zu
verifizieren sind, modernes Leben ist die Erkentnis zu optimieren und
zu konsumieren ohne zu fragen “Warum” oder “Bringt mir das wirklich
was für meine Existenz als fühlender Mensch?”.
> Ist jetzt allerdings schon etwas arg off-Topic,
Drum habe ich meine Antwort als OT gekennzeichnet, verkneifen wollte
ich sie mir aber trotzdem nicht :)

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