Den Kuchen gleichzeitig essen und behalten – Gewerkschafter warnt Telekom vor Eskalat…
Auf der einen Seite heißt es (durchaus nicht ganz zu unrecht), ein
Telekommikationsmonopol, wie es die Telekom zur Zeit noch de facto
darstellt, ist schädlich. Zumindest wenn dieses Unternehmen nach
wirtschaftlichen Aspekten geführt wird. Die Alternative wäre
staatliche Telekommunikationsversorgung vergleichbar dem Straßenbau,
aber dann gäb’s wohl 2020 noch kein DSL in den meisten Städten.
Auf der einen Seite heißt es also, Konkurrenz ist gut, die Telekom
braucht Konkurrenz! Wir brauchen einen Markt mit mehreren
ernstzunehmenden Anbietern! Die haben wir mittlerweile so langsam.
Arcor, Versatel, Hansenet. Deshalb gibt es aber doch nicht mehr
Anschlüsse im Land, jeder Kunde mehr für die Wettbewerber ist ein
Kunde weniger für die Telekom. Auf Dauer wird die Telekom einen
Marktanteil von deutlich weniger als 50% behalten, und das auch nur
wenn sie sich aufrappelt und konkurrenzfähige Produkte anbietet.
Es liegt also in der Natur eines von vielen geforderten und
gewünschten Prozesses, daß der Marktanteil der Telekom schrumpft.
Aber personell darf sie das keinesfalls. Fassen wir zusammen: die
Telekom soll also
-Marktanteile verlieren, damit die Konkurrenz zum Zug kommt
-dabei aber trotzdem den Personalstamm des
95%-Marktanteil-Monopolisten behalten
-natürlich konkurrenzfähige Produkte anbieten
Das geht einfach nicht gleichzeitig. Diesen Kuchen kann man nicht
gleichzeitig Essen und behalten.
Kalessin
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